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Press articles


Jazzthetik (D) – Franz X.A. Zipperer, May-June 2015
www.jazzthetik.de

Orioxy Rundum verglast

Jazz trilft zu, genauso aber auch Folk oder Pop. Und dann wiederum passt keine dieser Schubladen auf die Musik von 0rioxy, so sehr man auch suchen mag. Der Gesang bedient sich mal englischer, mal hebräischer oder auch französischer Texte. Mit Lost Children liegt das nunmehr dritte Album auf dem llsch. Und die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik findet die musikalische Gemengelage von 0rioxy so spannend, dass sie die Truppe für die Kategorie Weltmusik nominiert hat.

Wenn es sich alle vier mit ihrer gesamten Persönlichkeit zu eigen gemacht haben. ”Das war nicht nur diesmal ein langer Weg”, fährt die Harfenistin fort, ”schließlich geht es auch immer um die Balance aller eingebrachten, für unsere Musik unglaublich wichtigen Emotionen.” Da 0rioxy wissen, dass ein Album und ein Livekonzert zwei völlig verschiedene Kunstformen sind, hat die Produktion eine wichtige Rolle eingenommen. Dazu haben sie sich den auf Klassik, Jazz und Weltmusik spezialisierten Produzenten Philippe Teissier du Cros ins Studio geholt. Seine Kundenliste umfasst auf den Weg gibt und Julie Campiche ihre innere Ruhe ausstrahlenden Harfentöne unter den Mitmusikern verteilt, dann setzt ein feinfühliger Dialog ein. Einer, der Raum schaft und Raum lässt. Raum, der rundum verglast ist und den Blick freigibt auf die sich ständig verändernden, filigranen Notengebilde, die selber wieder durchscheinend sind und deren Herz man schlagen sieht. So erschaffen 0rioxy eine unendliche Weite mit Platz für vielerlei Sichtweisen und Deutungen. Sie legen Spuren, mehr nicht. Mal haben die emotionalen Klanglandschaften etwas von einer vertrauten Freundin, dann wieder wirken sie wie eine ferne, unerreichbare lkone. Orioxy verstehen sich blendend auf ästhetische Täuschungsma.

Das Ouartett besteht neben der israelischen Sängerin Yael Miller, die auch Posaune und Piano beherrscht, aus der Schweizer Harfenistin Julie Campiche, die sich nach Lehrund Wanderlahren in der Klassik dem Jazz widmet, dem Kontrabassisten Manu Hagmann, der nach fast zehn Jahren E-Bassspiel in einer Funk-Rock Band auch wieder das akustische lnstrument zu schätzen weiß, und dem Schlagzeuger Roland Merlinc. Die beiden Vorgängerplatten der Formation waren angefüllt mit klassischen Erzählstücken. Auch nach mehrfachem Hören dieser Alben ist klar: Die begonnene Geschichte ist längst nicht auserzählt. Musikalisch nicht. Textlich auch nicht. “Das mag daran liegen, dass wir mit unserer Musik immer versuchen, eine Welt zu bauen”, versucht Julie Campiche eine Erklärung. ”Die Lieder haben zumindest unbewusst miteinander zu tun.” Die grundsätzlichen kreativen Entscheidungen werden von Yael Miller und Julie Campiche getroffen, anschließend jedoch arbeiten die vier wie eine Rockband im Proberaum. Ein Stück ist erst dann fertig, Künstler wie Henri Texier, Magic Malik, Archie Shepp/Mal Waldron, Lokua Kanza oder Boubacar Traoré. ”Wir haben uns diesmal sogar eine Vorproduhion geleistet und vor dem eigentlichen Studiotermin zwei Tage lang den Klang festgelegt, ausprobiert, was unserem ldeal am nächsten kommt und wie weit wir im Studio dann gehen können”, erklärt Julie Campiche. ”Und auf das endgültige Einspielen folgte noch ein aufwendiger Prozess des Mischens.”Trotz der langen Vorbereitungszeit und der tiefgreifenden Arbeit an der Form liegt mit Lost Children eine Platte mit Stücken voller Leidenschaft von visionären Musikern vor. Die Lieder sind zu einem Klangteppich von höchster lntensität. Magie und Kraft verwoben. Sie strahlen dabei eine geheimnisvolle, zarte, sanft pulsierende Schönheit aus, die nicht von dieser Welt

zu sein scheint. Es müssen ftine aus einem ferne Märchenland sein, in dem wohl auch Björk zu Hause ist, in dem Feen nicht unbekannt sind. Und auch intensive Wechselbäder der Gefühle nicht. Wenn Yael Miller ihrem Gesang eine ganz eigene Strahlkraft mit növer. Und kommen dann zum Schluss wie aus dem Nichts mit einer Coverversion von Paul McCartneys ”Blackbird” daher, die genau so, wie sie gekommen ist, wieder im Nichts verhallt.

Lost Children ist ein grandioses Kunstwerk, gerade durch die Aufmerksamkeit, die der Produktion geschenktwurde. Eins, bei dem die Stücke nie abstrakt geraten. Sie sind bis ins noch so kleine Detail stimmig, auch wenn es Zeit braucht, bis sich die ausgefuchsten und vertrackten Soundwelten zu ihrer vollständigen Größe zu entfalten. Doch so viel Zeit muss sein, und der Hörer wird mit einem Klangerlebnis belohnt, wie es selten geworden ist in diesen Zeiten.


Neu-Ulmer Zeitung (D) – May 12th 2015
www.augsburger-allgemeine.de

Grenzenloser Ozean der Klänge
Quartett Orioxy im Ulmer Einsteinhaus

Zwei Stunden lang hat die israelische Sängerin Yael Miller mit ihrer Schweizer Band „Orioxy“ im Club Orange der Vh Ulm einen musikalischen Zauber entfacht, dem sich das Publikum nicht entziehen konnte. Das Quartett mit Miller und der Harfenistin Julie Campiche führte die Zuschauer in eine klangvolle Fantasiewelt ohne Genre-Grenzen. Dass der Verein „KunstWerk“ die vier Musiker nach Ulm holen konnte, war ein Glücksfall, schließlich sind Orioxy derzeit auf dem Weg nach oben. So hat sie etwa die Jury der Deutschen Schallplattenkritik für ihren Preis in der Kategorie Weltmusik nominiert.

Die Songs von Orioxy leben von der Spannung zwischen dem sphärischen Gesang von Miller und der Harfe von Campiche. Umrahmt sind die beiden höchst anmutig wirkenden Musikerinnen von dem Schweizer Kontrabassisten Manu Hagmann und seinem Landsmann Roland Merlinc am Schlagzeug, die im Hintergrund die Fäden der filigranen Rhythmik mit unauffälliger Perfektion zogen. Doch das Sagen auf der Bühne hatten die beiden Frauen, deren Musik in keine Schublade passt: Folk, Pop, Jazz, Klassik, Weltmusik, Elektronik werden da mit einer fast gespenstischen Leichtigkeit miteinander verwoben. Die Sängerin nutzt die hebräische, französische und englische Sprache, um musikalische Systematiker gänzlich zu verwirren, sodass einem nichts übrig bleibt, das Hirn auszuschalten und sich willenlos der Klangwelt von Orioxy hinzugeben. Leidenschaftlich und visionär trumpften die Musiker mit höchster Intensität auf und verwandelten den Club Orange in einen magischen Raum. Die Stimme von Miller wird gelegentlich mit der Isländerin Björk verglichen, die ihren Hörern auch ihre eigene Traumwelt öffnen kann und ebenso wie Orioxy dezente Elektronik-Spielereien als Hintergrund nutzt. Dazu flirrt das kolossale Saiteninstrument von Campiche um den Gesang herum, entwickelt eine exotische Note und verwandelt sich in einem Rock-Ausflug gar in eine Heavy-Metal-Gitarre. Eine Band, die den Begriff Weltmusik neu definiert als grenzenlosen Ozean der Klänge.


SÜDWEST PRESSE (D) – Gottfried Lothar, May 12th 2015
www.swp.de

Magische Töne über alle Grenzen hinweg in der vh
Diese Musik klingt so anders und doch so vertraut. Diese Musik verstört und fesselt zugleich mit ihrer Magie. Sphärische gestrichene Töne auf dem Kontrabass ertönen.

Leichte Rhythmen werden mit dem Jazzbesen dazugegeben. Die Sängerin spricht das Wort “Midnight” ins Mikrophon, und die Harfenistin kommt als Letzte hinzu. So beginnt im Club Orange im EinsteinHaus Ulm das letzte Saisonkonzert in der Jazzreihe des Vereins Kunstwerk. “Princeless” heißt der Song, der davon handelt, dass nach dem Kuss der Prinz sich in einen Frosch verwandelt. Doch wie das Quartett Orioxy das musikalisch umsetzt, lässt sich kaum in Worte fassen. Über alle stilistischen Grenzen hinweg bewegt sich die Musik der Vier. Yael Miller aus Tel Aviv singt, haucht, wütet und girrt auf Englisch, Hebräisch und Französisch wie eine sehr eigene Mischung aus Caterina Valente, Laurie Anderson und Björk. Julie Campiche aus Genf zaubert auf ihrer Harfe auch Klänge zwischen Gitarre und Klavier und erweist sich ebenfalls als großartige Improvisationskünstlerin.

Die beiden Frauen begannen in Genf, gemeinsam Musik zu schreiben. Sie holten den Kontrabassisten Manu Hagmann (auch Genf) und den Schlagzeuger Roland Merline (Lyon) dazu, die ebenfalls ihren Instrumenten alle möglichen und unmöglichen Töne entlocken können. Eine alte Reiseschreibmaschine kommt ebenso zum Einsatz wie eine sonderbar schmale Holzkiste mit Akkordeonklängen. Eine Spieluhr erklingt mit “Hava Nagila” und leitet über in ein fast älplerisches Frauenduett, das in eine weitere furiose Nummer der Vier mündet. Jedes Stück erzählt in opernhafter Manier mit Poesie und Musik eine komplette Story mit Brüchen, Sprüngen und offenen Enden. Und man möchte sich von Orioxy begeistert immer weiter da hineinziehen lassen.


Citizen JAZZ (FR) – Denis Desassis , March 16th 2015
www.citizenjazz.com

Après Tales en 2011 et The Other Strangers en 2013, Lost Children est le troisième rendez-vous discographique du quatuor Orioxy, emmené par la chanteuse israélienne Yael Miller et la harpiste suisse Julie Campiche. Une formation qui, dans une relative discrétion, continue de tracer une route singulière dont l’onirisme, pour ne pas dire le caractère mystérieux et parfois inquiet, est exempt de toute mièvrerie ou tentation folklorique. Orioxy, c’est un monde à part.

Tout ce qui fait qu’on aime chez Orioxy depuis ses premiers pas se trouve une fois encore sur ce disque qui bénéficie du concours de la même rythmique que son prédécesseur. Manu Hagmann (contrebasse et basse électrique) et Roland Merlinc (batterie) ont un beau défi à relever puisqu’ils doivent veiller à préserver un lyrisme s’exprimant dans l’évanescence de compositions épurées, où chaque note semble comptée, comme un trésor à ne pas dilapider. Un exercice d’équilibre dont ils s’acquittent parfaitement en multipliant les formes au milieu desquelles la contrebasse est tour à tour pulsion ou tension, en particulier quand elle est jouée à l’archet ; Hagmann et Merlinc assurent une rythmique souple et féline qui laisse le champ libre à deux musiciennes habitées peuplant leurs chansons de mille rêves au parfum d’énigme.

À mille lieues des banalités débitées à longueur de radios ou télévisions, il faut vraiment évoquer un « langage Orioxy » : chanté, susurré, au besoin crié ou parlé, en anglais, en français et en hébreu par Yael Miller, tour à tour enfantine et sensuelle (elle reçoit sur « Bachour Meshouamam » le soutien de Sami Darg Team, groupe de rap palestinien formé à Gaza il y a quelques années). Comme en écho instrumental à cette voix de l’envoûtement, on est captivé de minute en minute par la harpe mutine de Julie Campiche, véritable ensorceleuse des notes qui dessine les paysages magnétiques d’une planète inclassable, quelque part entre jazz, folk et rock mais dont l’atmosphère est toujours nimbée d’un voile de poésie brumeuse. Une harpe aux mystères qui tisse une toile aux motifs à la fois complexes et colorés et vient se lover dans les entrelacs des cordes cousines de la contrebasse (ou de la basse électrique).

Du début à la fin Orioxy retient l’attention, et sa volonté d’entrouvrir seulement la porte de son imagination – car il ne faut pas livrer tous ses secrets – est un atout majeur. Même « Blackbird » des Beatles, repris en conclusion de l’album, semble paré de songes brûlants, témoins d’un état d’apesanteur. Yael Miller et Julie Campiche sont aux avant-postes d’un monde à la fois enchanté et douloureux qui n’est pas sans évoquer parfois celui de la grande Kate Bush. Soit une certaine définition de la beauté. On se laisse sans réserve prendre dans ses filets.


LES INROCKS (FR) – Louis-Julien Nicolaou, March 4th, 2015
www.lesinrocks.com

10 albums de jazz qui regarde ailleurs

La vitalité du jazz est intacte : en témoigne une flopée d’albums qui lorgnent du côté du folk, de la pop et des musiques du monde sans rien sacrifier au swing.

Disque de confidences douces et de frissons imperceptibles, Lost Children explore une trame féerique traversée d’orages, d’angoisses et de désir. Telles des fileuses de conte, la chanteuse Yael Miller et la harpiste Julie Campiche dévident leurs songes en langues étranges (hébreu, anglais, arabe et français résonnent ici comme des idiomes antiques), entre un passé de légende et le flux d’échanges moderne. L’album passe ainsi, comme un enchantement dont on souhaiterait ne pas se réveiller. Actuellement en tournée, Orioxy s’arrêtera au Sunset le 26 mars.


REVUE DE L’ENA (FR) – Arnaud Roffignon, March 2015
www.ena.fr

Coup de coeur

Dix-huit mois après nous avoir charmé avec The other strangers, un album navigant entre l’onirique et le grinçant, le quatuor helvéto-israëlien Orioxy nous revient avec Lost children, un troisième album particulièrement abouti. Continuant de cultiver un monde imaginaire, empli de chimères aux racines enfantines, il creuse le sillon d’une musique raffinée, faite de silence et de chair, parfois bruitiste, toujours minimaliste, et dans laquelle chaque note compte. Au carrefour du jazz, du blues, du folk et du pop-rock, la douceur et l’intimité se mêlent à des énergies sauvages et organique, servies par une instrumentation tout autant singulière que maitrisée. Orioxy semble ainsi crée pour explorer l’éphémère et le fragile, évoluant au gré des mouvements de la chanteuse Yael Miller et de la harpiste Julie Campiche, les deux jeunes femmes formant l’âme d’un ensemble que la base rythmique (le batteur Roland Merlinc, au jeu mélodique et aéré, et le contrebassiste Manu Hagmann, aux lignes profondes) “retient sur terre comme on s’agrippe aux fils de soie d’un cerf-volant mutin” selon la belle expression de Franpi Barriaux.

Si Orioxy était un tableau, il serait exposé au musée d’Orsay, parmi les peintres nabis’ Appelés à annoncer au monde le nouvel évangile de la peinture, les nabis allaient appliquer les préceptes de Gauguin tels que Sérusier les avait compris: ne garder du motif que l’essentiel, remplacer l’image par le symbole, substituer à la représentation de la nature l’interprétation d’une idée. La musique d’Orioxy agit de même: elle exalte la couleur pure et simplifie la forme pour en souligner l’accent et le caractère. Dès le premier titre, Amor Fati, la contrebasse et la batterie se révèlent d’étonnants coloristes, la voix et la harpe ondulant sur un rythme irrégulier, appliquant avec délicatesse des nuances pastels sur une toile au départ immaculée.

Isha prône ensuite un minimalisme assumé, entre aigus aériens de la voix et rondeur rassurante de la contrebasse: les instruments avancent progressivement, en procession, derrière la voix: les notes trainent selon un groove lent et envoûtant. Le tempo s’accélère avec Princeless pour à nouveau se poser, la contrebasse martelant le temps: cependant, la batterie superpose un rythme syncopé, permettant à la voix chaude et profonde de Yael Miller de nous guider à travers une forêt éclairée, au loin, de lumières vacillantes. La batterie est souvent mélodique, narrative, tandis que la contrebasse est toute en rondeur; Dans Go now, la harpe de Julie Campiche affiche toute sa tessiture, entre graves inquiétants et aigus aigrelets; son approche ascétique contraste avec les cascades de notes auxquelles on associe trop souvent cet instrument qui sait également parfaitement se fondre dans des ambiances rock. Comme dans Old world qui la pousse à son paroxysme, voix et batterie s’autonomisant tandis que la harpe se fait électrique.

Les morceaux sont courts, sensuels tout en présentant souvent une pointe d’amertume qui est peut-être la marque de fabrique d’Orioxy, comme dans Ibud Ha’tmimout. Loin de toute tentation traditionnelle ou folklorique, l’usage de la langue maternelle de Yael Miller ajoute une pointe d’étrangeté et de profondeur attachante. Les titres suivants sont autant de tableau qui composent la fresque globale d’une musique à la fois simple et complexe: Peter et ses tempi différents superposées; Song of love, qui se chante tout en s’écrivant (il y a comme un bruit de machine à écrire qui rythme le tout); Bachour meshouamam et sa régularité toute métronomique aux accents pop rock planants: on remarquera la voix masculine qui contraste avec les envolées lyriques de Yael Miller; In my head, emblématique de lenteur et enfin, le dernier titre, Blackbird, reprise des Beatles, dont la mélodie dépouillée et entêtante sera reprise par la harpe. Avec Lost Children, le quatuor Orioxy célèbre une jeunesse perdue, aux paysages tantôt luxuriants, tantôt désolés. Les instruments et la voix en sont autant de réminiscences, permettant de faire émerger à nouveau ce monde oublié. Les motifs cristallins ou profonds de la harpe, le groove tout en rondeur de la contrebasse et les rythmiques épurées et majoritairement binaires de la batterie s’imbriquent et se superposent, formant un écrin propice au jeu subtil de la voix. Climats envoûtant et nudité de la narration: Orioxy s’inscrit dans une démarche où seul prime le rendu collectif. Absolument réussi!


JAZZ MAGAZINE/JAZZMAN (FR) – Lionel Eskenazi, March 2015
www.jazzmagazine.com

4 étoiles

La musique du quartette Orioxy continue de distiller un parfum tenace, envoûtant et séduisant, deux ans après nous avoir déjà émus et charmés avec “The other strangers”. Si la magie opère toujours, avec lyrisme, sensualité et expressivité, c’est que ce jeune groupe installé en Suisse progresse et explore avec talent un univers unique et original impregné de comptines étranges et fantastiques, portées par la grâce de la chanteuse israélienne Yael Miller et par la finesse des mélodies tissées par la harpe de Julie Campiche. La basse et la batterie complètent l’enchevêtrement sonore par de subtiles mélopées rythmiques obsédantes, infulencées par le trip-hop L’utilisation nouvelle et relativement discrète d’effets électroniques dnas ce quartette acoustique suggère une vibration et un écho particuliers, en parfaite adéquation avec l’univers éthéré du groupe (Old world) Les textes sont en anglais ou en hébreu, parfois aussi en français (sur l’étonnant Peter, plus récité que chanté) ou en arabe (sur l’envoûtant Bachour meshouamam et sa mystérieuse voix masculine) et porteurs de songes amoureux et de rêveries fantasmagoriques. En bouquet final, une très belle adaptation du Blackbird de Paul McCartney dans une version onirique, minimaliste et épurée.


TRIBUNE DE GENEVE (CH) – Fabrice Gottraux, February 27th 2015
www.tdg.ch

Orioxy, oiseau rare du jazz genevois

Point de chausse-pied à leur taille! La musique d’Orioxy, quatuor genevois né en 2008, n’entrera pas de sitôt dans une catégorie préétablie. Et c’est tant mieux. Le troisième album que voici, Lost Children, qui vient de paraître sur le label allemand GLM, a toutes les allures d’une pointure extra. C’est le chant chaud de Yael Miller, dont les mots susurrés, étirés, percussifs aussi, tour à tour en anglais, en hébreux ou en français, traversent l’ensemble d’un souffle précis. C’est la harpe de Julie Campiche, de facture classique certes, longuement étudiée jadis du reste, mais si loin des glissandi clinquants qu’on associe d’ordinaire à l’instrument. Cette harpe-là, volontiers minimaliste, plus âpre, sait jouer des silences.
Harpe et voix constituaient, à l’origine du groupe, un duo, toujours actif dans le registre des reprises. De ce binôme est né Orioxy, qui n’a jamais été aussi bien à quatre! C’est, aujourd’hui sur ce troisième album, la batterie puissante, et pourtant si veloutée, de Roland Merlinc, faiseur de groove solide qui partage ce bel appareillage rythmique avec la contrebasse de Manu Hagmann, autre pilier de la scène jazz genevoise notamment avec Trionyx.

Le beau son que voilà s’impose d’entrée de jeu, en même temps que l’identité résolument métissée des compositions. D’un Amor Fati en mode proche-orientale au beat lancinant, magnifiquement lent, de Princeless. De l’épique Go Now, matière folk mêlée de Broadway à inscrire sans conteste dans l’héritage de Kate Bush, au rock carrément «heavy» de Old World…

Il y a un impressionnant bagage stylistique sous les mains d’Orioxy, autant de classique que de rock, de hip-hop que de musiques traditionnelles, autant que de jazz bien sûr. Foisonnement d’ingrédients que le groupe utilise à point nommé. Question de génération: si leurs aînés, il y a trente ans, nourrissaient leur créativité à l’écoute de Coltrane, Chopin comme le funk de James Brown et les folies de Zappa, les quatre d’Orioxy, 30 ans de moyenne d’âge aujourd’hui, ont digéré également Radiohead aussi bien que Rage Against The Machine. «Connaître nos racines musicales, reconnaître les styles qui ont bercé notre enfance, cela nous semble nécessaire pour, à notre tour, tenter d’inventer du neuf», résume Julie Campiche.

En 2015, Orioxy prend de l’ascendant. Actuellement en tournée entre la Suisse, l’Autriche et l’Allemagne, pays particulièrement sensible à sa musique, le quatuor poursuivra avec la France et la Belgique. Toutes bonnes choses que vient consolider l’obtention d’une des quatre bourses 2015 pour les musiques actuelles octroyées tous les deux ans par le Canton et la Ville de Genève, dotée de 20 000 francs chacune. Une dernière pour la route? Ce sera Black Bird. La chanson des Beatles a été consacrée «standard» par le pianiste Brad Mehldau; Orioxy la place en fin de disque, sacrifiant avec un délice certain au rituel de la reprise cher aux musiciens de jazz.


SOUND & IMAGE (DE) – February 27th 2015
www.sound-and-image.de

Ja, auch das dritte Album dieses Schweizer Quartetts hält, was die beiden Vor-gängeralben verspochen haben: experimentierfreudige Musik zwischen Traum, Exotik, SongwriterPop, Elektronik und Jazz. Yael Miller und Julie Campiche (Stimme und Harfe) gelingt es auch diesmal wieder, sämtliche Genrebarrieren mit einer gewagten, aber immer greifbaren Performance hinwegzufegen. Ungewöhnliche Instrumenten-Kombinationen (Harfe/Drums oder indische Shrutibox/Stimme) sorgen für nonkonformistische Muster, die zu immer neunen Variationen ausgebaut werden. Elegant eingebaute Elektronik-Spielereien vervollkommnen das kaleidoskopische Bild. Yael Miller nutzt hebräisch, französisch und englisch, um ihrem Gesang unterschiedliche Färbungen zu verleihen. An manchen Stellen (so zum Beispiel auch bei dem Beatles-Cover „Blackbird“) gerät dieser Wille zum vokalen Schöpfertum zuweilen zu einer etwas anstrengenden Vorführung, ohne jedoch die Gesamtperformance zu nachhaltig beeinträchtigen. Am besten klingt die Band, wenn sie in pastellenen Tönen schwelgt, wenn sich die Instrumente kunstvoll zusammenfügen und der Gesang auf dem Teppich bleibt. Denn auf dieser Ebene gibt es immer noch genügend Spielraum, langweiligem Schubladendenken aus dem Weg zu gehen. Und das tut Orioxy mit großer schöpferischer Beherztheit.


L’HUMANITE (FR) – Fara C. , February 27th 2015
www.humanite.fr

Coup de coeur

Enregistré au studio de la Buissonn, le CD du quartette Orioxy, Lost Children, est porté par une qualité sonore exceptionnelle. La puissance de l’opus s’en trouve renforcée. La chanteuse israélienne Yael Miller et la harpiste helvétique Julie Campiche, centrales dans le projet, dressent un hymne aussi subtil qu’insolite aux « enfants perdus ». Bouleversant.


FEUILLETONSCOUT (DE) – Barbara Hoppe, February 27th 2015
blog.feuilletonscout.com

Ein Moment mit … Orioxy, deren drittes Album „Lost Children“ heute erscheint. Musik mit Sogwirkung

Sie kommen aus der Schweiz, Frankreich und Israel, ihre Instrumente sind Harfe, Kontrabass, Schlagzeug und die Stimme von Yael Miller. Seit 2008 ist das Quartett Orioxy auf den Bühnen der Welt zu Hause. Anlässlich ihres dritten Albums „Lost Children“ sprachen sie mit Feuilletonscout über Schubladen im Musikbusiness, die Freude an Konzerten und die Weiterentwicklung in ihrer Musik.

Feuilletonscout: Wenn man Ihre Musik hört, dann hat man das Gefühl, man schwirrt auf zarten Flügeln zwischen sphärischen Klängen, Jazz, schmeichelndem Gesang und Experiment. Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?

Orioxy: Wir stehen nicht so darauf, unsere Musik mit Wörtern zu beschreiben und es gibt kein stilistisches Konzept, das dahintersteckt. Unsere Musik ist einfach ein Ergebnis, eine “Metissage” unserer verschiedenen Musikeinflüsse, die sich durch unsere vier musikalischen Persönlichkeiten abmischen. Alle von uns hören und lieben viele verschiedene Stilrichtungen, und stehen mehr auf das “wie” als auf das “was”. Was unsere Musik immer auszeichnet, ist die Intimität. Wie wissen auch, dass der Musikmarkt Schubladen braucht, und haben schon deswegen viel darüber nachgedacht. Wir beschreiben unsere Musik im Moment mit dem Begriff “Jazz-Songwriting”.

Feuilletonscout: Sie sind eine multikulturelle Band, leben in der Schweiz. Beschreiben Sie kurz Ihre musikalischen Wurzeln und wann und wie die Gruppe entstanden ist.

Orioxy: Die Gruppe ist nach der Begegnung von Yael und Julie im Jahr 2008 entstanden. Sie haben sich in Genf, im Musik-Zentrum AMR getroffen und sind sofort Freundinnen geworden. Sehr schnell haben sie Musik zusammen gemacht. Am Anfang nur im Duo und dann auch mit einem Kontrabassisten und einem Schlagzeuger. Julie ist in Genf groß geworden und hat ein klassisches Studium absolviert, zuhause hat sie aber immer andere Musik angehört, The Doors, Claude Nougaro, I am aber auch “ethno” Musik. Yael ist in Tel-Aviv groß geworden und hat dort sowohl ein Jazz- als auch ein Klassikstudium gemacht, zuhause hat sie Künstler wie Chopin, Oscar Peterson, Björk und Sarah Vaughan angehört. Sie interessiert sich auch sehr für Indianischen Gesang und hat z.B. mit Mangala Tiwari in Benares studiert. Es hat Zeit gebraucht, um die richtigen Partner zu finden, weil die Musik sehr persönlich ist.

Seit vier Jahren haben wir mit Manu und Roland das richtige Team gefunden. Roland ist in Lyon aufgewachsen und hat seine ersten musikalischen Wurzeln im Pop-Rock, dann hat er den Jazz mit dem Coltrane Quartet entdeckt und hat sein Jazz-Studium in Frankreich gemacht. Zuhause hat er Künstler wie Maurice Ravel, Ahmad Jamal oder Rage Against the Machine angehört. Manu ist gleichzeitig mit traditionellem Jazz – der von seinem Vater angehört und gespielt worden ist – und aktuellem Pop-Rock in Genf groß geworden, zuhause hat er Maceo Parker, Red Hot Chili Peppers oder Nirvana für sich angehört. Es folgte ein Jazzstudium in Bern.

Feuilletonscout: Sie spielen viel auf Festivals und in Clubs. Was macht für Sie den Reiz aus, live zu spielen?

Orioxy: Es tut uns einfach gut… Für uns ist es vital, mit dem Publikum die Musik mitzuerleben. Ohne Konzerte würden wir wahrscheinlich aufhören, Musik zu machen. Wir lieben die Herausforderung, der wir als Musiker bei Konzerten gegenüberstehen.

Feuilletonscout: Bei der Fülle der gemeinsamen Auftritte und dem permanenten Zusammenarbeiten: Wie hält man Distanz bzw. gewährleistet, dass man sich nicht gegenseitig blockiert, sich zu sehr um sich selbst dreht?

Orioxy: Für jeden von uns bedeutet dies eine enorme Anpassung- und einen hohen Kommunikationsaufwand. Es braucht viel Geduld und Vertrauen von allen zu den anderen. Und die Energie, um es einzusetzen, ziehen wir aus dem Glauben an das gemeinsame musikalische Projekt. Wir arbeiten ja gleichzeitig auf fast allen Ebenen zusammen: künstlerisch, logistisch, administrativ, finanziell, technisch. Wie ein vierköpfiges Ehepaar diskutieren wir immer wieder viel zusammen, um die Wege für die optimale Zusammenarbeit auf jeder Ebene zu finden. Es sollen der Willen und die Bedürfnisse von allen respektiert werden.

Feuilletonscout: Wie unterscheidet sich „Lost Children“ von seinen Vorgänger-CDs?

Orioxy: Erstens denken wir dass, – wie schon das zweite Album im Vergleich zu dem ersten – die Musik des dritten Albums in eine klarere Richtung geht, die Musik von Orioxy sich besser definiert.

Obwohl die ursprünglichen Kompositionsideen immer von Julie und Yael kommen, die Musik und die Arrangements dieses Albums sind dieses Mal wie noch nie zuvor auch das Ergebnis einer intensiven und gemeinsamen Arbeit. Das Einsetzen der elektronischen Effekte ist auch ein neuer Aspekt, der in den bisherigen Alben praktisch nicht da war. Wir haben auch in diesem Album verschiedene Kooperationen gemacht, wie mit Jonas oder Douglas Fowley Jr für die Texte oder das Featuring von dem Rapper Sami. Außerdem ist auch neu, dass es französische Texte gibt.

Feuilletonscout: Für Ihre Musik erhalten Sie viel Lob. Beim Avignon Jazz-Wettbewerb 2013 haben Sie gesiegt, für Ihr zweites Album „The other strangers“ erhielten Sie mehrere Auszeichnungen. Wie wichtig ist Ihnen diese Art der Anerkennung?

Orioxy: Diese Anerkennungen erleichtern die Promotionarbeit. Sie geben jedes Mal einen Energieschub, um in dieser schwierigen Musik-Welt weiter zu kämpfen und wenn es sogar eine finanzielle Hilfe gibt, hilft es auch weiter, um zusätzliche spannende Projekte zu realisieren.

Feuilletonscout: Was ist Ihr musikalischer Traum?

Orioxy: Unsere Träume wären:
– Mehr Zeit und Mittel zu haben, um unsere Musik weiter zu entwickeln und zu verfeinern.
– Mit unsere Musik mehr zu reisen und mehr Leute und Publikum auf der ganzen Welt zu treffen.

Feuilletonscout: Was sollen die Menschen von Ihnen und/oder Ihrer Kunst in Erinnerung behalten?

Orioxy: Schwierig für uns zu beantworten. Wir hoffen einfach, dass wir die Leute zutiefst berühren, und dass es bei euch viele Gefühle provoziert. Ein Journalist hat mal geschrieben, dass unsere Musik bei ihm einen “Wirbelsäulenkitzel” ausgelöst hat. Wir finden das toll…


MUSIC AN SICH (DE) – Wolfgang Giese, February 27th 2015
www.musikansich.de

Nun liegt es vor, das dritte Album dieser Schweizer Formation, und erneut bewegt man sich in einem Stil, der schwierig zu kategorisieren ist. Auf der Basis von Bass und Schlagzeug sind es die beiden Damen, die die wesentlichen Akzente setzen, also Gesang und Harfe sind das Aushängeschild dieser Formation.

So wirkt die Musik noch immer fremd für Alle, die sich normalen Hörgewohnheiten angepasst haben, sei es im Jazz oder auch im Pop- oder Rockbereich. Darüber hinaus erscheint neben der grundsätzlichen englischen Sprache auch Französisch und Hebräisch in den Texten, ein Umstand, der die Zugänglichkeit auch nicht unbedingt erleichtert.

Aber so wird der Zustand des Exotischen, des Besonderen, noch einmal vertieft und verstärkt

Die Besetzung hat sich zur letzten Platte, The Other Strangers, nicht verändert. Die Musik empfinde ich jedoch als ein wenig anders. Deutete sich der Wandel bereits im Vergleich zur ersten Platte an, so scheint dieses weitergeführt worden zu sein. Gleich zu Beginn habe ich den Eindruck, als wären nun mehr Rockelemente hinzugestoßen, und in Verbindung mit dem Einsatz der Harfe führt dieses zu einer ganz besonderen Spielart. Gewiss merkt man Julie Campiche noch an, dass sie eigentlich aus der Ecke der klassischen Musik stammt. Auffällig ist mir auch der verstärkte Einsatz von elektronischen Elementen, neben den ‘effect units‘ ist mit Romain Castera noch ein Keyboarder hinzugezogen worden. Ganz großartig ist der Song Isha mit diesem Klangeinsatz der quirlenden und flirrenden Harfe, dazu der exotisch wirkende Gesang, hier ist etwas entstanden, dass durch seine Einzigartigkeit brilliert.

Die elektronischen Klangfetzen, die sich durch die Atmosphäre der ganzen Platte ziehen, ergänzen sich mit einigen melancholischen Momenten und einem Ausdruck von Show und Drama zu einem unwiderstehlichen Stilmix, der gelegentlich auch härtere Nuancen hervorbringt, wie bei Old World mit einer klaren Einbeziehung von Rock und gitarrenähnlichen Klängen.

Auch haben dieses Mal moderne Stilelemente Einzug gehalten, auf Bachour Meshouamam wird gerappt, und tranceartig zieht der Song über die Runden, auch bei diesem Titel erleben wir eine gelegentlich surrealistisch anmutende Stimmung. Zum Schluss bedient sich die Band eines Klassikers, nämlich Blackbird der Beatles. Ganz zart wird er vorgetragen, Gesang und Harfe starten den Song, und nach etwa zwei Minuten gewinnt dieser einen eigenständigen Charakter, in dem sich die Band ihn zu Eigen macht.

Ja, diese Platte ist wiederum gelungen und ich halte sie für die bisher beste Veröffentlichung, weil sie die anfänglichen sehr guten Attribute noch verfeinert und erweitert hat und trotz all‘ ihrer Sperrigkeit bei mir den Eindruck erweckt, doch ein wenig zugänglicher geworden zu sein.


 

VIVA LA MUSICA (CH) – Nicolas Lambert, February 2015
www.amr-geneve.ch/viva-la-musica

Après Tales (Viva la Musica N° 317, novembre 2010) et The Other Strangers (Viva la Musica N° 340, avril 2013), Orioxy sort son troisième album et pousse plus loin encore son travail d’orfèvre sonore. Le groupe reste fidèle à l’univers des contes, et convoque même cette fois les figures d’une Cendrillon enfuie du bal, qui ne sait pas ce qu’elle attend assise sur sa citrouille, et d’un Peter Pan qui nous aide à fuir le menaçant tic tac du temps, prétexte à de jolis jeux métriques. Pour ce seul morceau en français, on reconnaît au contour la plume du poète et rappeur Jonas : « Les enfants perdus dans les méandres du temps ont préféré s’envoler plutôt que vendre du vent. Au crochet du rationnel sont déposées mes ailes. Peter, je veux redevenir ta demoiselle ! »

Le titre de l’album est donc bien choisi, tant cette thématique de l’enfance perdue le parcourt tout entier, que ce soit en anglais pour dépeindre un Old World où « les enfants commencent à s’amuser tout seul ; plus de courses à l’entour, ils cliquent sur leur écran en plein air », en hébreu pour parler des jeunes égarés dans leurs t-shirts trop amples et leurs jupes trop courtes, ou encore en arabe lorsque le Sami Darg Team se livre à un dialogue slamé teinté d’absurde – « Pas de doute c’est pire aujourd’hui… Je ne m’émerveille plus… Et ça m’étonne » – dans Bachour meshouamam, le « garçon qui s’ennuie ».

Cette « perte de l’innocence » est également dans les propos de deux chansons sur le couple et ses désillusions, qui offrent de très riches atmosphères. Song of Love nous transporte tout de suite entre quatre murs, tant les bruits discrets de machine à écrire derrière le texte font penser à une lettre lue à voix haute dans un film, impression cinématographique que renforcent les arpèges de harpe à la dérive sur l’accordéon du schruti-box, et l’ample reverb d’un solo de contrebasse parcimonieux. Go now développe lui plus un sentiment qu’un espace, colère contenue par une amante impressionnante qui chante d’abord avec une nonchalance bluesy, répète les rimes comme des incantations, s’en imprègne, se raffermit, inquiète, joue des silences et de leur poids puis claque d’un coup la porte.

Si chaque titre est une chanson et repose donc sur un texte, ce dernier ne serait rien sans Yael Miller, qui sait aussi bien incarner une femme usée dans In my Head que déployer tout grand sa voix, belle alors comme un paysage à dévaler. La recherche de timbres est d’ailleurs au centre des préoccupations : entrelacs de harpe aux cordes mutées, pleines ou si courtes dans l’aigu, vibrant sous une balle de ping-pong ou planant comme un souvenir, harmonies rembobinées et sons synthétiques aux apparitions fugaces… Le résultat n’est pas trop plein pour autant, bien au contraire, et presque chaque morceau à son « cliff hanger », ce moment où l’on reste suspendu dans le vide, à se demander quelle sera la suite. A l’image de ce Blackbird en duo, piqueté de points d’orgue, Orioxy est passé maître dans l’économie de notes, de mots lâchés par petits paquets. Lost Children en est habité d’un certain recueillement, d’une énergie tranquille au son calibré pop, quoique le groupe ne se dépare pas tout à fait de son air ethno, de son « oriental oxygen ».

Car si dans ses paroles le groupe est assez pessimiste sur l’état de notre vieux monde, il ne recherche pas moins à présenter un travail à la pointe de l’actualité artistique, usant toutes les possibilités que le présent nous offre en matière de travail du son, et surtout de multiplication des influences, de croisement des cultures.


 

LE PHARE (CH) – (CCS de Paris journal), David Brun-Lambert, January 2015
www.ccsparis.com

Il est des beautés convenues, d’autres confortables, d’autres enfin entêtantes. Orioxy est de cet éclat.
Se tenant obstinément hors de portée de toute classification depuis sa formation en 2008, le quatuor guidé par la chanteuse Yaël Miller joue à nouveau de son mystère dans un troisième album intime, à l’autorité naturelle singulière. Turbulent, parfois exalté, d’une intensité intimidante – sinon suffocante – Orioxy avance imperméable à son époque, aux modes ou aux usages communément admis dans les champs du jazz contemporain. Paraissant ignorer les mors et limites communément admis par d’autres, le quatuor énumèreinlassablement ses obsessions, tissant une oeuvre salutaire jouée entre lueur et venin.


LE COURRIER (CH) – Roderic Mounir, February 19th 2015
www.lecourrier.ch

Yael Miller et Sami Srour, d’une même voix

CONCERT • Le quatuor genevois Orioxy a enregistré avec un rappeur de Gaza. Ce soir, ils partagent la scène avec le projet Interzone de Serge Teyssot-Gay (ex-Noir Désir), dans le cadre du festival Layalina.

Elle est originaire de Tel-Aviv, lui de Gaza. C’est à Genève qu’ils ont enregistré un duo chanté-rappé, rencontre inconcevable «là-bas». Yael Miller est la chanteuse du groupe Orioxy, dont le troisième album (Lost Children, disponible dès le 26 février) creuse le sillon d’un jazz onirique, avec Julie Campiche à la harpe, Manu Hagmann à la basse et Roland Merlinc à la batterie. Sami Srour, lui, est l’un des quatre rappeurs du groupe palestinien Darg Team. Depuis le projet «Gaza meets Geneva» (notre édition du 22 juin 2010), impliquant Darg Team et la scène rap du bout du lac, bien de l’eau a coulé sous les ponts. Rencontre avec un projet non-syrien mais bel et bien proche-oriental du festival Layalina.

«On a tourné trois fois à travers l’Europe», raconte Sami en anglais, même s’il s’avèrera parler un français quasi parfait. Récit de tracasseries aux frontières (notamment égyptienne), conduisant Darg Team à rester bloqué à Copenhague. Ultime retour à Gaza en 2012, avant que les attaches sentimentales n’en décident autrement: Sami a épousé une Genevoise d’origine palestinienne, il est père de famille et employé chez Mister Minit. Il ne fait pas mystère de son bonheur, loin d’un conflit devenu trop pesant, même si ses proches lui manquent.

«En Israël aussi, le climat est oppressant.» Yael a posé ses valises en Suisse en 2006. Cette âme tourmentée à la voix envoûtante sort du conservatoire Yigal Alon de Tel-Aviv. «Il y a beaucoup d’opportunités d’apprentissage, mais ensuite, beaucoup de musiciens s’expatrient pour vivre de leur art». Ce choix l’a menée à Genève après un crochet par New York. Compagne du poète-rappeur Jonas, elle enseigne le chant au Centre artistique du Lac, à l’Epicentre de Collonge-Bellerive. Elle a trouvé dans Orioxy un débouché à ses bouillonnements existentiels. Le quatuor a recueilli des critiques élogieuses dans la presse spécialisée et a sillonné l’Europe.

Comment Sami s’est-il retrouvé à rapper sur un titre de Lost Children? «On avait fini d’enregistrer l’album et il restait ce morceau, sur lequel j’imaginais quelque chose d’un peu plus cru, raconte Yael. Sami possède une voix et un débit particuliers, âpres sans être agressifs, qui me donnent la chair de poule.» Le projet «Gaza meets Geneva» ayant fait long feu, leurs liens s’étaient distendus. Mais les chemins de Yael et Sami se sont recroisés et la magie a opéré. «Bachour Meshouamam» («un gars qui s’ennuie», en hébreu) orchestre un contraste saisissant entre la respiration atmosphérique d’Orioxy et la scansion frontale de Sami.

Elle: «J’aime la vie mais je veux mourir / Un enfant malade dans un corps d’adulte / Je suis fatigué de cette vie de malentendus.» Lui: «J’ai besoin d’un psy / Rien ne change, mais tout le monde filme / Rien de tout cela n’est logique / Dois-je pleurer ou rire de moi-même?» Ces bribes traduites du texte, que nous assemblons librement, donnent le ton. Pas spécialement gai, ni explicitement politique. «Je me suis inspirée d’un étudiant que j’ai connu à Tel-Aviv, précise Yael. Un garçon très sombre et brillant, qui cultivait l’idée du suicide de manière philosophique.» Avec une bonne dose d’ironie, qu’on retrouve dans les strophes désabusées et sans complaisance du morceau. Evidemment, croiser les voix d’une Israélienne et d’un Palestinien donne une force particulière à ce texte. Sans compter que le titre a été enregistré l’été dernier, en plein bombardement sur Gaza.

Ce soir à l’Usine, Sami montera pour la première fois sur scène avec Orioxy. Ils échangeront des vers, appris sur le pouce lors de leur répétition commune. «Je ne parle pas l’arabe, mais je compte m’y mettre», lance Yael. «Je ne sais pas l’hébreu, hormis ces mots», rétorque Sami avant d’articuler ce qu’il a appris la veille. Eclat de rire des deux artistes. Leur complicité tout comme leur participation à un festival en l’honneur de la Syrie soulignent l’absurdité des conflits au Proche-Orient. «J’ai eu du mal à m’habituer au fait de pouvoir me déplacer sans être contrôlé à des check-points, avoue le rappeur gazaoui. Quand je raconte là-bas avec quelle facilité on traverse les frontières en Europe, les gens ont de la peine à me croire…»


AVIVA BERLIN (DE) – Clarissa Lempp, February 2015
www.aviva-berlin.de

Pop-Jazz mit Harfe und Songwriting verbinden sich bei Orioxy auch mal mit hebräischen Texten. Das Ergebnis ist ein gekonnter Stilbruch, mit fragilen und düsteren bis spielerisch leichten Sphären.

Bereits das dritte Album legt das Schweizer Quartett Orioxy mit “Lost Children” vor. Wie auch bei den Vorgängern, stehen hier wieder die dunklen Töne, die verwaschenen Erinnerungsmomente und Yael Millers Stimme sowie Julie Campiches Harfe im Vordergrund. Es wird gezupft, gehaucht, gejammt und gerappt – rhythmisch begleitet durch Kontrabass (Manu Hagmann) und Schlagzeug (Roland Merlinc). Die Liebe zum Avantgarde-Pop schlägt sich dabei nieder. Der Song “Go Now” könnte selbst aus Joanna Newsoms Feder stammen, “In my Head” erinnert dagegen an Björks elektronische Phantasielandschaften. Yael Millers Gesang bringt Wärme und gleichzeitig Zerbrechlichkeit. Etwas liegt darin, dass gleich an die ganz großen Stimmen des Trip Hop denken lassen (Beth Gibbons!).

Nächtliche Szenen, dunkle Kindheitserinnerungen, traumwandlerische Atmosphären und poetische Texte ergänzen die spielfreudigen Ambitionen des Quartetts. Fast filmisch bauen sich die Lieder auf, arbeiten sich immer weiter zu einem Höhepunkt oder klingen auch mal einige Sekunden aus. Organisch fühlt sich das an, manchmal fast ungestüm aber niemals plump. Songs, die mehr als Lieder sind. Sie sind stimmungsvolle Kompositionen. Das hebt Orioxy vom Pop ab. Yael Millers Texte bewegen sich in drei Sprachen: Französisch, Englisch und Hebräisch. Immer wieder geht es dabei um den Ausbruch aus Allgemeinplätzen wie

in “Isha” (Woman) oder “Princess”: “Midnight chimes / the dance is done / the masks are off / my slippers lost…”

AVIVA-Tipp: Dass Orioxy bereits 2013 den Jury Preis des “Tremplin Jazz d ́Avignon” gewannen, verwundert nicht. Mit der Mischung aus Jazz, Pop und Songwriting füllt die Band nicht einfach eine Lücke, sondern schafft sich ihre eigene Nische.


OLE MAGAZINE CULTUREL (FR) – Jean Pougnet, November 5th 2014
www.ole-regionlr.fr

Une fois de plus rien ne vaut l’écoute en concert pour vous remettre les pendules à l’heure. Samedi 18 octobre au château de Prat de Cest, La Distillerie programmait en partenariat avec le festival Jazzèbre, le quartet suisse Orioxy. Curieux de découvrir, enfin, ce lieu où l’association propose depuis des années un jazz de qualité souvent hors des sentiers battus – ce qui explique aussi son partenariat avec Jazzèbre autre découvreur de talents – nous avons été récompensés par la qualité de ce groupe emmené par deux femmes, une chanteuse et une harpiste. Pourtant nous avions reçu leur dernier album The others strangers et nous l’avions négligé. Faute!

Car Orioxy développe un projet très personnel, une musique de funambule, souvent en rupture, avec à la fois un côté aérien et profond. Yael Miller, au chant, évoque les performances vocales de Mina Agossi. Julie Campiche en symbiose avec sa harpe dialoguant avec cette voix, propose des phrasés tout en élégance et révèle cet instrument rare en jazz. Le tout est soutenu par une rythmique assurée par Manu Hagmann à la contrebasse et Roland Merlinc à la batterie qui enrichit le climat d’ensemble. Même si quasiment tous les morceaux sont signés par les deux femmes, sur scène la cohésion de la formation est évidente et en fait sa force.


JAZZ NEWS MAGAZINE (FR) – Francisco Cruz, November 2013
www.jazznewsmagazine.com

Orioxy – Découverte Jazz news

Orioxy, c’est la chanteuse israélienne Yael Miller et la harpiste suisse Julie Campiche, compositrices, exploratrices de musiques diverses, associées au batteur Roland Merlinc et au bassiste Manu Hagmann. Une sorte de foyer où crépitent folk, jazz, pop et classique, dans une écriture soignée, avec des mélodies enrobées, un groove organique et une tendance naturelle à l’improvisation. Orioxy, ce sont des aventuriers en équilibre précaire. La richesse du groupe réside dans sa capacité à surprendre, son sens de la construction, une ouverture décomplexée à la communication et au partage. Entre ambiances intimistes et fête païenne, la musique d’Orioxy célèbre une idée du monde, sans frontières stylistiques. Jolie découverte.


CITIZEN JAZZ (FR) – Franpi Barriaux, October 21st 2013
www.citizenjazz.com

Trois ans après s’être fait remarquer avec Tales, très joli album aux couleurs rafraîchissantes, le quartet suisse Orioxy propose dans The Other Strangers d’approfondir l’exploration d’un monde onirique, éphémère et fragile, qui évolue au gré des mouvements de la chanteuse Yaël Miller et de la harpiste Julie Campiche. Les deux jeunes femmes sont l’âme d’un ensemble que la base rythmique (le batteur Roland Merlinc et le contrebassiste Manu Hagmann) retient sur terre comme on s’agrippe aux fils de soie d’un cerf-volant mutin.

On avait laissé les musiciens d’Orioxy dans l’enfance ; la bonne nouvelle est qu’ils y sont restés. Le rythme languide de « Parenthèse » sonde des rêves inquiétants. Des lumières vacillantes évoquent des ballades en forêt à la lisière de la nuit, entre les cordes pincées de la harpe et la voix chaude et profonde de Miller. Mais là où Tales sondait un univers contrasté, sombre, The Other Strangers est plus pastel, et l’acidulé de l’approche plutôt pop est assumée. Le jeu coloriste de Merlinc prend ainsi une importance prépondérante. Dès « Wish Lucky Star », il définit une atmosphère plus lumineuse, mais pas plus rassurante.
Les morceaux sont courts, suaves sans être douceâtres ; on y trouve même une pointe d’amertume – celle qui fait le charme inimitable de « World Database of Happiness », par exemple : le rire inquiétant de Yael Miller ricoche entre les cordes aigrelettes de la harpe et la rondeur rassurante de la contrebasse. Il vous transporte petit à petit dans un groove piquant mené par le batteur, qui lance « Tfila/Ben Azra » comme un enchaînement logique.

Chanté en hébreu, comme d’autres ici, « World Database » amorce une nouvelle dimension dans la musique d’Orioxy. Loin de toute tentation traditionnelle ou folklorique, l’usage de la langue maternelle de Miller ajoute une pointe d’étrangeté et de profondeur intimement attachante, qui trouve son paroxysme dans « The Other Stangers », en toute fin d’album. On se plaît à écouter ce disque qui ravive, l’air de ne pas y toucher, des angoisses enfantines. De celles, bénignes et candides, qu’on aimerait continuer à éprouver.


JAZZ RHONE-ALPES (FR) – Laurent Brun, September 21st 2013
www.jazz-rhone-alpes.com

Orioxy, le Périscope, Lyon

Ce qui me frappe d’emblée à l’écoute d’Orioxy, c’est la qualité du son que les quatre artistes souhaitent porter. Et l’exigence du silence, qui ponctue le concert et lui donne ce rythme et ce groove si particulier et si poignant. Peut-être parce qu’à l’origine du projet, les compositions se sont faites dans l’étonnement, dans l’envie d’aller bousculer l’autre, de le surprendre, en plein vol, en pleine écoute. Sur scène, les musiciennes et musiciens sont aux aguets, non pas tendus, mais en suspension, au service de cette exigence du son.

Oui mais, pourquoi, au fait ? Pour distiller une musique et un chant. Orioxy, c’est avant tout la voix, ample, naturelle, profonde de Yael Miller, qui raconte, dans ses chansons, des histoires d’amour, des histoires de la vie, ancrées sur le réel, sa vision du bonheur. Elle possède une voix très attachante qui nous embarque et nous fait voyager.

Yael Miller est associée à Julie Campiche, qui joue de sa harpe de toutes les manières et qui sait en tirer des sons cristallins, voluptueux ou encore des effets de couinements, de craquements, de résonnance, renforcés par l’électronique qui apporte une touche de modernité. La harpiste joue en arpèges, accroche les cordes en accords sur des rythmes syncopés. On pourrait penser à l’utilisation coloriste du piano jazz.

Le duo fonctionne à merveille. Yael Miller, toute en confiance, se met à jouer avec sa voix, dans une recherche sur le souffle, les timbres, elle fouille l’intérieur, laisse éclater un rire généreux et espiègle.

La rythmique est puissante. Roland Merlinc a une présence et un son derrière sa batterie. Parfois minimaliste, d’autres fois plus exubérant, il vient souligner la complexité et la finesse des compositions. Quand à Manu Hagmann, son approche est similaire. C’est peut-être par lui que vient le terme jazz associé à la musique du groupe, par le groove qu’il installe, les ostinatos et les riffs qu’il enclenche et qui servent la musique, par le son de sa contrebasse, tout en rondeur, essentiel. Il sait également utiliser avec beaucoup de réussite l’électronique qui lui permet de détourner l’utilisation de l’instrument et de le rendre encore plus moderne.

Le quartet a un vrai son et chacun est au service d’une même esthétique. Je qualifierai cette musique de musique du monde, ou musique des mondes, à l’instar de Dreisam, riche de l’expérience des quatre musiciennes musiciens qui viennent d’horizons différents (de Tel Aviv à Genève, en passant par Lyon).

C’est une musique de liens, de tissage, une musique résolument moderne qui sait créer un univers entre ici et là-bas, une musique d’une grande poésie où chaque voix s’accorde à l’autre et où  nous, spectateurs, sommes suspendus à sa beauté.


LA REPUBLIQUE DU JAZZ (FR) – Georges Kiosseff, Septembre 4th 2013
www.larepubliquedujazz.com

ORIOXY « The other strangers », coup de coeur !

Univers quasi minimaliste, fruit de la rencontre entre Yael Miller, chanteuse et compositrice israélienne et Julie Campiche, harpiste émérite et néanmoins suisse, « ORIOXY » est un projet très intéressant. Manu Hagmann à la contrebasse et Roland Merlinc à la batterie complètent l’ensemble avec grand bonheur. Micro-climats, rythmes subtils, chants parfois en hébreu, font de ce disque, sorti fin août, un objet rare, fin, intéressant .

Nous naviguons là dans l’informel, le déstructuré, une forme éthérée et onirique . A l’écoute de ces fort belles compositions on ressent un sentiment de plénitude, d’essentiel, sans floritures . Les pièces s’enchaînent sans heurts, sans secousses, sans effets, juste l’essentiel. La voix, pure, de Yael Miller, associée aux touches brèves de la harpe de Julie Campiche, nous entraîne, inexorablement vers un rêve éveillé très agréable ; On est au coeur de l’indicible essence de la musique, la simplicité minimaliste, l’essentiel raconté en quelques traits . Plus proche au fond de la musique contemporaine « organique » ce beau disque, beau projet, est une des belles surprises de cette rentrée discographique ; N’hésitez pas à aller les voir/entendre, les instants de musique pure sont si rares !


JAZZMAG/JAZZMAN (FR) – Jean-Paul Ricard, September 2013
www.jazzmagazine.com

Orioxy – Révélation Jazz Magazine

Récent vainqueur du 22e Tremplin Jazz d’Avignon (cf. le compte rendu de Franck Bergerot dans le Jazz Live de Jazzmagazine.com, le 4 août), ce jeune groupe suisse confirme tout le bien qu’avait suscité son premier album («Tales» 2010) et témoigne d’une indiscutable maturation. Si elle s’affiche collective, la musique d’Orioxy s’articule autour de la complicité de deux femmes dont on sent bien qu’elles sont à l’initiative de cet exercice un peu fou de donner naissance à un univers profondément original dont elles explorent les potentialités imaginaires sans souci des étiquettes. Le processus, alchimique, qui les anime révèle d’une forme de poésie. S’y fondent les influences les plus diverses (classique, pop, jazz, rock, folk, traditionnelle…) sans que jamais n’affleure le sentiment de collage.

La voix grave, claire et sensuelle de Yael Miller est en parfaite harmonie (en hébreu comme en anglais) avec le climat mystérieux (et quelquefois inquiétant) dans lequel baigne l’ensemble. Privilégiant un jeu en accords ou arpèges et  une approche rythmique, la harpiste Julie Campiche évite avec bonheur les séductions faciles (notes fluides et cascadantes) de son instrument et fixe implacablement le son du groupe et sa dynamique. Avec l’efficace soutien d’une rythmique en charge de tenir le groove de la plus minimaliste des manières. Ce qui n’a rien de facile. A l’évidence une forme de dépouillement guide le travail d’un groupe qui ne s’autorise aucune facilité et dont on peut penser qu’il se prépare un bel avenir.


BOÎTE À CULTURE (FR) – Christine Audouard, August 3rd 2013
www.boiteaculture.com

Orioxy @Tremplin Jazz d’Avignon

Les deux soirées du Tremplin Jazz d’Avignon dédiées aux jeunes talents se sont déroulées les mercredi 31 juillet et jeudi 1 août. Au total six groupes sélectionnés parmi une centaine de candidatures, venus de toute l’Europe, se sont disputé les différents prix attribués par le jury composé de 14 personnalités de la musique. Chacune de ces formations, du duo au quintet, aux propositions musicales très différentes, disposait d’un set de quarante minutes pour séduire et faire la différence devant un public de mélomanes amateurs et professionnels très attentifs. A l’issue de ces deux soirées, les prix ont été remis aux heureux lauréats par la Présidente de ce 22 ème Tremplin Jazz : la journaliste Sophie Chambon.
C’est le groupe Orioxy venu de suisse qui s’est vu remettre le Grand Prix du Jury. Le quartet remporte la première partie d’un concert au cours de la prochaine édition du Tremplin Jazz, mais aussi un enregistrement au Studio de renommée internationale La Buissonne à Pernes les Fontaines. Les Allemands du groupe Jens Böckamps Flow ont été les préférés du public du Cloître des Carmes et remportent un chèque de 500 euros. Enfin un doublé pour le groupe Français Toons qui rafle le prix de la meilleure composition (un chèque de 500 euros) et le prix de la ville d’Avignon pour son batteur Florian Satche, désigné meilleur instrumentiste, qui gagne lui aussi un chèque de 500 euros.Une bien belle édition 2013, rendez-vous l’année prochaine avec encore de nouveaux talents du jazz à la créativité débordante.


VIBRATIONS (CH) – Elisabeth Stoudmann, May 2013
www.swissvibes.org

La première, Yael Miller, est Israélienne, chanteuse et pianiste, arrivée en Suisse pour des raisons de cœur. La seconde, Julie Campiche, est une harpiste genevoise aventureuse. Assistées d’un bassiste et d’un batteur, les deux musiciennes se sont lancées dans l’ambitieux défi de créer un « spectacle de folklore urbain imaginaire ». Leur nom, Orioxy, ne veut pas dire grand-chose, mais il a l’avantage de leur laisser toute liberté de construire et de déconstruire. Un peu comme une pâte à modeler qu’elles façonneraient pour mettre en forme leurs différentes visions du monde, leurs interrogations. Ainsi, « World Database Of Happiness » rit de ce classement mondial du bonheur découvert dans un article du Monde Diplomatique. « The Other Strangers » évoque tous les étrangers, réel, fictif ou intérieur, « We Are Done-May 21 » aborde les questions de haine et de peur à travers les prophéties de fin du monde. En hébreu ou en anglais, la voix de Yael Miller ose l’expérimentation vocale, ose l’ultra-intime, sent les esprits. « À partir du moment où je me suis installée en Suisse, j’ai découvert l’attachement à mon pays, et par conséquent la nostalgie », explique Yael Miller. Partant du jazz, réfutant toute idée de faire du jazz, ces deux amatrices de la confrontation explorent musicalement les rythmiques décalées et les sons différents. Orioxy est une entité en devenir, une musique intuitive, imaginaire, habitée, qui s’appuie sur scène sur une gestuelle non dénuée d’humour. Affaire à suivre.


Jazz Alchemist (PL) April 26th 2013
jazzalchemist.blogspot.ch

Orioxy played a very inspiring set couple of weeks ago in Krakow at Piec’ART club. In the centre of the musical picture there are two women and their artistic connection, the base of the quite particular instrumental line-up where voice and harp lead the way. Yael Miller’s voice is strong, clear, both sharp and sensual. Some of the song lyrics are written in hebrew which adds more layers to the ethereal, slightly exotic and mystic feel of the music. Julie’s Campiche harp is the cornertsone of the poetic, slighty dark and yet dreamy sound. The two are supported by irresistibly simple, earthy drum and bass grooves.

The group combines influences of classical, jazz, ethnic and rock but there’s really much more to it than genre crossing. The Orioxy’s music contrasts the heavenly and earthy, the delicate lightness and poetic shadow and finds a way to balance those elements together. Each song has its own original story to tell, there’s bit of theatrical drama to some of them but it is delivered with true passion and conviction.
Orioxy’s sound may intrigue at first, but it strikes, haunts and charms you at the same time soon enough. The whole cd is available via band’s soundcloud so trying to write anything more seems pretty much redundant. Without further ado let me just recommend the listen which hopefully you’ll enjoy as much as I do.


SCHWÄBISCHE ZEITUNG (DE) – Ulfried Miller, February 26th 2013
www.schwaebische.de

Ravensburg – Zarte Lieder – atemberaubend schön und in einer außergewöhnlichen Verknüpfung verschiedenster Musikrichtungen hat die Band „Orioxy“ am Freitagabend in den stilvollen und in warmes Licht getauchten Waldhorn-Saal nach Ravensburg mitgebracht. Der Verein „Jazztime Ravensburg“ hat wieder einmal bislang Ungehörtes ins Schussental geholt. Wer sich gerne auf neue und experimentelle Musik einlässt, erlebte ein Live-Konzert mit Tiefgang, eine hautnahe Klangreise zwischen Orient und Okzident.

Die israelische Sängerin und Stimmakrobatin Yael Miller und die Schweizer Harfistin Julie Campiche haben zusammen mit Manu Hagmann am Kontrabass und dem Schlagzeuger Roland Merlinc einen eigenen Stil geschaffen. Jazz und Rock, gepaart mit Elementen des Folk und orientalischer Mystik werden stimmig miteinander verwoben. Ruhige und relaxte Grooves lassen viel Raum für Ausbrüche und Improvisationen. Melancholie und Poesie paaren sich mit Sprechgesang. Oft geben Bass und Schlagzeug den Puls, durchaus ruhig und entspannt. Filigrane Akkorde oder sich wiederholende Tonlinien werden von der Harfe eingestreut und bilden das Fundament für die wunderbar klare, kraftvolle und vielseitige Stimme von Yael Miller. Von zart bis rauchig und bluesig reicht ihr Klangspektrum und sie beweist Mut zur Improvisation und zum experimentellen Gesang.

Immer wieder gelingen ihr Überraschungen, bricht sie aus der Ruhe und Langsamkeit der Eigen-Kompositionen aus, streut Rap- und Scat-Gesang ein, steigert die Intensität, wird magisch, kraftvoll und leidenschaftlich, tritt in den Dialog mit ihren Mitmusikern. Ihre musikalische Partnerin Julie Campiche zeigt eindrucksvoll, dass die Harfe ein sehr vielseitiges Instrument ist. Sie verknüpft ihre klassische Ausbildung mit der Improvisationslust des Jazz, entlockt ihrem Instrument je nach Spielweise auch Klavier- und Gitarrenklänge, spielt funky, kraftvoll-rockig aber auch sehr zart und filigran. Damit prägt sie die Songs mit, gibt ihnen Farbe und Ausdruck, unterstützt den Gesang, greift Phrasen auf, immer im perfekten Zusammenspiel mit der Band. Kontrabassist Manu Hagmann und Drummer Roland Merlinc ergänzen das Quartett mit viel Gefühl, pulsierenden Rhythmen aber auch mit Drive. Sie unterstreichen den Charakter der Stücke wunderbar und lassen viel Raum und Platz für Gesang und Harfe. Beeindruckend, wie sie mit präzisem Spiel und wenigen Tönen auch langsamere Stücke zum Grooven bringen, um dann bei Improvisationen mit auszubrechen und rhythmische Akzente zu setzen. Rockfeeling im Zeitlupen-Tempo – das gelingt nur absoluten Könnern. Für die Freunde grenzenloser Musik lieferte der Abend ein ganz besonderes und intensives Musik-Erlebnis – lyrisch und voller Poesie.


JAZZ ZEITUNG (DE) – Klaus Hübner, February 2013

Tasten, fühlen, greifen. Der helvetisch- israelische Vierer findet nachvollziehbare Handgreiflichkeiten, extravagantes Klangmaterial zu ,,erfinden”: Sprache. Sie erscheint relativ unspektakulär, macht jedoch den Unterschied aus zwischen vertonter Lyrik und schöpferischem Spracherfindungsreichtum. Wie dann über all dem eine auf das Wesentliche reduzierte Musik ausgebreitet wird: Orioxy nimmt sich Zeit, dem Klang die angemessene Fließgeschwindigkeit zu geben. Auf diesem entschleunigten Soundteppich entzündet sich die ausdrucksstarke Gesangsstimme von Yael Miller, deren traumhaft-bildgewaltige Akzentuierungen von der noch mehr Entspannung lieferndeh Harfe von Julie Campiche angestrahlt werden. lm Rhythmus zarter Schlagzeugpatterns von Roland Merlinc und Manu Hagmanns kommentierender Bassschleifen entfalten sich außergewöhnlich markante Klänge. Eine besondere Entdeckung ist zweifellos der Titel ,,,Tfila/Ben Azra”, der sich aus zwei Gedichten von Heinrich Heine zusammensetzt: ,,Lied” und ,,Der Asra”. lm letzteren heißt es: ,,Und der Sklave sprach: lch heißei Mohamet, ich bin aus Yemmen,/ Und mein Stamm sind jene Asra,/ Welche sterben, wenn sie lieben.” Provozierend schön wandelt die Musik durch die ausgefeilt notierten Zeilen, die Harfe schafft eine Atmosphäre des Wohlklangs und der Gefahrlosigkeit. Wie ein heller Lichtstrahl in totaler Dunkelheit erhellt ,The Other Strangers» die unendliche Farbpalette genreüberschreitender Musik.


MOZAÏC JAZZ (FR) – Olivier Acosta, January 10th 2013
www.mozaic-jazz.com

Après Tales, un premier disque très réussi à travers lequel le quartet nous présentait son petit monde, Orioxy revient avec un second album un peu différent mais tout aussi passionnant. Entre temps le batteur a changé et le jeu mélodique et aéré de Roland Merlinc n’est pas étranger au dépouillement minimaliste dont le groupe fait preuve tout au long des neuf compositions originales de The Other Strangers. Le groupe tout entier semble s’être recentré sur l’écriture et l’interprétation de chansons à proprement parlé, qu’elles soient instrumentales (les deux compositions de Julie Campiche) ou articulées autour de textes chantés par Yaël Miller, à qui l’on doit le reste des morceaux, dont une mise en musique de poèmes de Heinrich Heine.

Les motifs de la harpe, les lignes profondes de la contrebasse et les rythmiques épurées et majoritairement binaires de la batterie s’imbriquent et participent à l’élaboration méticuleuse de climats envoûtants qui mettent en valeur la belle voix de Yaël Miller. La place laissée par les instruments, qui se contentent de dire l’essentiel, permet à la chanteuse de donner vie à des interprétations subtiles dont la sensibilité culmine à mon sens sur les morceaux chantés en Hébreu. Julie Campiche, dans la continuité du remarquable travail effectué sur le premier album, fait naître de sa harpe des motifs répétitifs et colorés joués en accords ou arpèges. Ses notes cristallines s’émancipent durant le chorus céleste dont elle orne « Tfila/ Ben Azra », mais son approche ascétique, aux antipodes des cascades de notes auxquelles on associe trop souvent son instrument, est un élément essentiel du son d’ensemble, léger et dépaysant.

Manu Hagmann et Roland Merlinc privilégient quand à eux un recours aux sons graves, le premier par l’intermédiaire de longues notes boisées et chantantes, le second par l’utilisation fréquente des toms graves de sa batterie. Tous deux joignent leurs pleins et leurs déliés pour écrire une partition rythmique mise à nue par un souci évident de minimalisme, ce qui rend d’autant plus efficace leur pulsation ondulante et régulière. La cohésion de leurs rythmes n’est pas entravée, au contraire, par les contrastes induits par leurs jeux. La batterie est souvent mélodique, narrative, et se fixe sur des temps marqués de façon carré et puissante tandis que la contrebasse est toute en rondeur, en notes traînantes qui groovent doucement. La somme de tout cela, c’est une musique unique et raffinée, qui prend le temps de se développer au sein même des morceaux, à l’image de cette rythmique qui enfle sur « We’re Done – May 21 »ou du riff de contrebasse voluptueux qui vient se poser sur le motif de harpe de « Zman » et en épouse la mélodie en la joignant au cadencement de la batterie.

The Other Strangers nous apporte la confirmation que les membres d’Orioxy ont beaucoup de choses à dire, de belles histoires à raconter. Le fait qu’ils le fassent sans effets clinquants, dans la nudité d’une narration qui se passe aisément de démonstrations instrumentales ou vocales, est une preuve, s’il en fallait une, que ce groupe atypique s’inscrit dans une démarche où seul prime le rendu collectif. Ces neuf petites pièces inclassables, délicatement ouvragées, sont autant de bonnes raisons de se plonger, ou de se replonger, dans l’univers décidément charmant d’une formation qu’il faudra continuer à suivre, et notamment sur scène.


ROCKTIMES (DE) – Wolfgang Giese, December 22nd 2012
www.rocktimes.de

Gerade einmal ein Jahr ist es her, dass Orioxy ihr Album Tales vorstellte. Geändert hat sich das Line-up, der Schlagzeughocker ist nun anders besetzt. Die ‘Hauptmerkmale’ der Gruppe, die Stimme und die Harfe, sorgen jedoch weiterhin für das besondere Element in dieser Musik. Hier folgt also der nächste Streich der israelisch/schweizerischen Kooperation.

Höre ich den ersten Song, erinnert mich das vom Aufbau sehr an solche Songs, die man im Blues und Jazz wiederfinden kann. Es klingt wie ein alter Worksong – nur der Gesang und Perkussion, die sich wie die Hammerschläge bei den Gleisbauarbeiten von farbigen Sklaven anhört. Auch Nina Simone hat vom Aufbau Ähnliches bereits abgeliefert. Für mich ein hervorragender und emotionaler Einstieg, der sehr außergewöhnlich ist und in seiner Einfachheit ganz viel Ausstrahlung hat. Diese wird jedoch durchbrochen, wenn sich der Bass und die Harfe dazugesellen und besonders durch den Bass eine gewisse Dichte erhält, der seinen dumpfen Klang in den Mittelpunkt des Songs bringt. Kurze Zupfer der Harfe, präzises und ganz sparsames Schlagzeugspiel, sowie sehr einfühlsamer blues- und jazzgetränkter Gesang machen gleich den Auftakt zu einem ersten Höhepunkt und setzen die Meßlatte sehr hoch. Der neue Schlagzeuger erinnert mich bereits beim zweiten Titel in seiner trockenen und auf den Punkt gespielten Weise an aktuelle Produktionen von Joe Henry, bei denen Jay Bellerose als Drummer agiert.

Swingender Jazz ist das nun gar nicht. Vom Aufbau rockt es dafür sehr, zwar mit einem gewissen Maß an Langsamkeit und Entschleunigung, das mich allerdings wirklich fasziniert. Sofort ist mir klar: Diese Platte ist zugänglicher als der Vorgänger. Hier dürften sich alle Jene, die diesem kritisch gegenüber standen, eher annähern können. Bei allem Ausdruck ist der Begriff Minimalismus nicht unangebracht. Dieser ist jedoch in ein so besonderes Konzept verpackt worden, das eine solch besondere Atmosphäre erzeugt, die ihresgleichen sucht. Hier scheint niemand der Musiker vorrangig zu agieren – Gleichberechtigung ist vollends umgesetzt und bietet so einen völlig gemeinsamen Klangkörper.

«Im Tamouti», offensichtlich in der Heimatsprache der israelischen Sängerin Yael Miller vorgetragen, ist luftiger als die ersten beiden Titel. Weich und wattig wird etwas Schwebendes geboten, die Harfe klingt durch verfremdete Spielweise wie ein altes afrikanisches Saiteninstrument. Erneut gibt es von mir das Prädikat ‘faszinierend’! Sehr schwebend startet dann auch «World Database Of Happiness» und entwickelt sich zu einer Art Filmmusik für den ‘eigenen inneren Film’, inklusive schelmischem, fast schon bösartigen Lachen der Sängerin. Da fällt mir spontan Gollum aus «Herr der Ringe» ein. Dieses Stück ist ein weiteres Highlight, richtig frech, bis orientalische Elemente auf dem nächsten Stück dafür sorgen, dass Abwechslung kein Fremdwort auf dieser Platte ist. Irgendwie lasziv Dargebotenes folgt mit «A Wise Man», das dumpf von Bass hypnotisch angetriebene «Parenthèse» und der wieder etwas offener gehaltene Abschlusssong, der der Platte ihren Namen gab, sorgen dafür, dass eine wirklich ausgefallene und sehr interessant und abseits so mancher Norm stehende Musik mit höchstem Empfehlungswert zur Entdeckung freigegeben ist. Bravo! Aus meiner Sicht eine klare Steigerung zum Vorgängeralbum.


LE COURRIER (CH) – Roderic Mounir,  November 15th 2012
www.lecourrier.ch

Une musique onirique, envoûtante, à la croisée du jazz, de l’improvisation, des mélopées orientales et du rock. C’est la trame sonore tissée par Orioxy, quatuor genevois qui vernit son nouvel album, The Other Strangers, demain soir au Sud des Alpes à l’enseigne des «vendredis de l’ethno».

Orioxy est né de la rencontre entre Yael Miller (chant) et Julie Campiche (harpe), noyau complété par Manu Hagmann (contrebasse) et Roland Merlinc (batterie). On mentionnera aussi Renaud Millet-Lacombe pour son travail de captation sonore tout en subtils contrastes, une patte experte dont ont bénéficié des artistes aussi éclectiques que Pierre Lautomne, Plaistow, Brico Jardin ou Raaga Trio.

«Depuis Tales (premier album paru en 2010, ndlr), on sait ce qu’on veut et ce qu’on ne veut pas», analyse Yael Miller, dont l’origine israélienne se détecte dans le léger accent et l’emploi de l’hébreu aux côtés de l’anglais et du français au gré des morceaux. «On se rapproche du format chanson, mais avec de la recherche sonore et de l’improvisation.» Le groupe est soudé et cela s’entend. Les acquis jazz et classique sont là, mais Orioxy prend soin d’approcher sa musique de biais: ainsi Julie Campiche glisse-t-elle parfois des bouts de papier ou une écharpe dans les cordes de sa harpe, quand elle n’utilise pas des effets électroniques. Yael Miller, elle, compose au piano mais n’en joue pas dans Orioxy; elle approche le chant avec une grande liberté mélodique et rythmique.

On se laisse embarquer dans le monde peuplé de visions nocturnes et de fantômes de The Other Strangers. «Je vois des esprits depuis toute petite, livre la chanteuse. Mais les étrangers dont on parle ne sont pas que métaphysiques, sur certains morceaux ils ont une connotation plus politique – c’est l’Autre, celui qu’on ne connaît pas. En dépit de deux écritures distinctes, ce fil rouge s’est imposé pour l’album.»

A l’heure où vous lirez ces lignes, Orioxy sera en route pour Stuttgart. Le quatuor effectue sa plus grande tournée, mise sur pied par ses soins: après l’Allemagne et avant l’Autriche et la Pologne, les Genevois retrouveront le quartier autonome de Christiania à Copenhague. Un lieu dont ils gardent un souvenir intense lors d’un précédent passage: «C’était la folie, raconte Yael Miller. Le public, d’abord hyper attentif, a fini debout sur les tables. Après le concert, à deux heures du matin, le programmateur a tenu à nous offrir une chanson. Des musiciens ont débarqué de nulle part, et le type s’est mis à chanter comme Chet Baker! On a réalisé que c’était un chanteur de jazz expérimenté, qui menait sa propre carrière.» Christiania l’autogérée depuis quarante ans reste pleine de surprises. «C’est très désorganisé mais ça marche.» Orioxy, dont les membres enseignent la musique, espère capitaliser sur l’expérience et passer à la vitesse supérieure.


JAZZ ‘N’ MORE. (CH) – Franz X.A. Zipperer, November 2012
www.jazznmore.ch

Vor der Bandgründung von Orioxy steht ein ungewisses Suchen. Daran beteiligen sich zunächst die israelische Sängerin Yael Miller, die auch Posaune und Piano beherrscht und die nach Aufenthalten in den USA und Frankreich schließlich in Genf hängen bleibt sowie die Schweizer Harfenistin Julie Campiche, die sich nach Lehr- und Wanderjahren in der Klassik dem Jazz zuwendet. In einem Genfer Jazzclub laufen sich beide über den Weg. Und aus der Ungewissheit eines Suchens heraus nimmt ein Duo Gewissheit an. Jedoch eins, in dem sich die beiden Künstlerinnen nicht genügen und nach einer Rhythmusgruppe lechzen. Über kurz und lang kommen der Kontrabassist Manu Hagmann und der Schlagzeuger Roland Merlinc hinzu und komplettieren das Quartett.

So unterschiedlich die kreativen Startvoraussetzungen sind, so zeitaufwändig verläuft die Findungsphase, um zur eigenen musikalischen Sprache und Form zu gelangen. Am Beginn des gemeinsamen Schaffens steht eine Welt der Kontraste: Yael Miller weiß zwar schon immer, dass sie letztendlich Sängerin werden will, doch bevor sie sich dem Jazz zuneigt, durchläuft sie Orientierungsphasen in der Rockmusik, Funk, Klassik oder Kial, einem klassischen Gesang aus dem Norden Indiens. Manu Hagmann wendet sich nach fast zehn Jahren E-Bassspiel in einer Funk-Rock Band. bewusst dem klassischen Jazz zu und greift zum Kontrabass.

Julie Campiche spielt seit ihrem achten Lebensjahr klassische Harfe. „Erst vor sieben Jahren tritt der Jazz ernsthaft in mein Leben“, erinnert sie sich, „ich lernte die Improvisation lieben und kriegte sie dennoch nicht hin. Doch die andauernde schöpferische Begegnung im Spiel mit den anderen Bandmitgliedern, öffnete mir eine Tür nach der anderen. Doch haderte ich lange Zeit damit, eine professionelle Musikerin sein zu wollen.“ Nach dem ersten Album „Tales“ wird – nach Nelson Schaer – ein neuer Schlagzeuger ins Spiel gebracht: Roland Merlinc. „Durch den Franzosen wird die orioxyanische Welt der Kontraste um weitere Facetten erweitert“, fährt Julie Campiche fort, „agierte er doch in der Tradition des französischen Chansons, widmete sich Soulklängen oder Heavy Metal, bevor er Jazz in den Trios von Mario Stantchev und Jean Baptiste Hadro für sich entdeckte.“
„Wir haben lange Zeit in einem Stadium zugebracht, in dem unsere Musik auch für uns Bandmitglieder mehr Fragen aufwarf, als sie Antworten gab“, wirft Julie Campiche ein Blick zurück, „beim gemeinsamen Spielen haben wir uns mit Haut und Haaren ins Spiel gestürzt und uns gegenseitig massiv gefordert. Abstand zum Gespielten konnte und sollte so nie entstehen. Deshalb haben wir alle Proben aufgenommen. Uns danach hingesetzt und das vorhandene Material in Puzzlestücke zerlegt und aus ihnen das endgültige Lied komponiert.“ Jazz? Avantgarde? Pop? Rock? Club? – wo bewegt sie sich den nun hin, die Musik, die Orioxy vom Stapel lassen? Sie durchpflügt mit geblähten Segeln, all diese Soundmeere, wirft das Netz aus und jedes Bandmitglied nimmt sich aus dem Notenfang, was just im Moment des Schaffens zum bereits Vorhandenen passt. So bewegen sich Orioxy in einer verblüffenden, doch äußerst persönlichen Klangwolke, welche die Blickmöglichkeiten des jeweiligen Instrumentes und des Gesangs auf einen neuen Horizont richtet. Zart rutscht dabei Yael Millers Stimme an den dicken Saiten des Kontrabasses entlang, langsam versuchen die Harfensaiten dem Bass den Rang abzulaufen und die Stimme abzuwerben. Doch entscheiden will sich die Stimme nie, sie flirtet mit jedem Instrument. Doch bleibt sie frei und ungezwungen und letztlich erweist sie keinem der Instrumente ihre Gunst und schwebt weiterhin ungebunden durch die Klangsphären von Orioxy. Die Überschrift „gesucht und gefunden“ erhält somit doppelte Bedeutung, einerseits in Bezug auf die Entstehung der Band Orioxy und andererseits in Bezug auf die Findung einer eigenen kreativen Formsprache. Strahlt die erste Platte „Tales“ noch deutlich Unfertigkeit und fortwährende Entwicklung aus, so ist „The Other Strangers“ hörbar ausformuliert, reif und fertig. Und ist mit Sicherheit ein wunderbares Sprungbrett in eine fruchtbare musikalische Zukunft, ohne jedoch eine harte Genregrenzziehung vorzunehmen.


ZIBELINE (FR) – Dan Warzy, January 15th 2012
www.issuu.com

Un choix de programmation inhabituel au Moulin à jazz de Vitrolles, pour cette soirée avec un groupe d’origine helvétique. Une harpe est disposée sur la scène et ajoute au mystère. C’est un instrument rarement utilisé ailleurs que dans de grandes salles de concert. Deux femmes sont à l’origine du projet Orioxy: Julie Campiche à la harpe et voix, Yaël Miller au chant. L’univers musical que l’on entend est tout sauf simple. L’inspiration pour ces compositions semble provenir d’un tumulte intérieur qui oscille sans cesse entre tempête et accalmie. On s’attend à ce qu’une bête noire venue des profon- deurs surgisse… Au placard les clichés que l’on peut avoir sur le climat de quiétude instauré par le son de la harpe ! Ici, l’instrument est maltraité, les cordes deviennent percussions et les lignes mélodiques sont dépouillées, même dans les chorus où l’on a plus l’impression que seuls des accords sont plaqués.  Une douleur profonde semble parfois s’extirper par la voix et le corps de la chanteuse qui s’exprime indifféremment en anglais ou en hébreux. Toutes deux sont parfaitement épaulées par Roland Merlinc, à la batterie et Manu Hagmann à la contrebasse. Heureusement, cette tension se relâche par moment et laisse la possibilité à l’auditoire de souffler un peu. Un public qui en a redemandé et a été exaucé par plusieurs rappels.


CITIZEN JAZZ (FR) – Denis Desassis, December 7th 2011
www.citizenjazz.com

Voilà un disque, entré presque par effraction – parce que le nom d’Orioxy est au départ inconnu à notre bataillon – sur la pile des galettes à écouter et qui, malicieusement, vient s’insinuer tranquillement pour délivrer sa petite musique très personnelle.

Avec Tales, le quatuor helvèto-israélien, toujours en équilibre sur le fil tendu de ses contes d’où la folie n’est jamais exclue, prend un malin plaisir à bousculer très vite le confort de son univers pop-rock pour le faire chavirer vers d’autres contrées plus aventureuses et, pour tout dire, passionnantes.

Disque aux climats énigmatiques bercés par la voix de la chanteuse Yael Miller qui sait en quelques instants passer du murmure au cri, et de la harpiste Julie Campiche, frappeuse de cordes tout autant que mélodiste, qui contribue pour beaucoup à la coloration originale de la musique (les deux musiciennes signent toutes
les compositions de l’album), Tales est également servi par une rythmique impeccable au large éventail de nuances, celle du contrebassiste Manu Hagmann et du batteur Nelson Schaer.

L’univers très singulier d’Orioxy est une belle promesse, celle d’un groupe novateur qu’on surveillera de près tant le petit voile de mystère – entre douceur et démence – qui l’entoure donne envie d’en savoir plus.


JAZZQUES (FR) – Jacques Prouvost, January 23rd 2011
jazzques.skynetblogs.be

Orioxy est un quartette suisse et “Tales” est le titre de leur premier album.

Un album… étrangement beau. Une beauté qui fait fi des canons. Une beauté qui dérange presque. “Tales” est un disque particulier que j’hésite même parfois à écouter. Je ne sais pas pourquoi car, lorsque les premières notes résonnent, je suis fasciné, captivé, soumis presque. Je ne peux plus décrocher. Et c’est sans doute pour cela que j’hésite. Pendant les petites quarante minutes que durent l’écoute, le temps semble s’arrêter.

Les six morceaux qui composent l’album nous plongent dans un univers singulier, entre chant et poème. Difficiles à cerner, les influences hésitent entre la pop – façon Lisa Gerrard ou Talk Talk – le jazz, la folk-song et la musique celte ou indienne. C’est à la fois onirique et cauchemardesque et le groupe semble s’amuser avec nos fantasmes inconscients ou nos peurs d’enfant. C’est une étrange sensation qui nous envahit.

Orioxy, c’est d’abord la voix étonnante de la chanteuse Israélienne Yael Miller qui trouve un écho dans le jeu brillant et évocateur de la harpiste Julie Campiche. À elles deux, elles ont écrit tous les morceaux de cet album envoûtant. Une chanteuse, une harpiste, auxquelles il faut ajouter un contrebassiste (Manu Hagmann) et un batteur (Nelson Schaer), voilà un quartette à la configuration plutôt originale, avouez-le. Et avec eux, le mot “acoustique” prend vraiment tout son sens. On y sent le bois, le souffle, les peaux, les cordes… Tout est équilibre et subtilité et chaque ambiance se construit sur des rythmes fragiles.

Yael Miller joue autant qu’elle ne chante. Elle est capable de moduler sa voix avec grâce… mais avec rage aussi. Et quand elle ne chante pas (sur “Zaïna” ou “Silent Memory” par exemple), elle continue à donner de l’âme et de l’esprit à la musique. Par sa respiration, par sa présence, par ses murmures. Aussi étonnante est la façon dont Julie Campiche utilise la harpe. Ne cherchez pas ici les clichés féeriques. Son jeu est sec et intense. Ses attaques, comme ses solos, sont découpés, ciselés, sculptés. Jamais elle ne démontre, toujours elle évoque. Avec autant de poésie que de lucidité.

À la batterie, Nelson Schaer, discret mais tellement indispensable, distille un jeu félin, doux et parfois redoutable. La contrebasse, profonde et chaude, accompagne et rassure le groupe sur ce chemin incertain et mystérieux… et soudain se liquéfie lorsque Manu Hagmann utilise l’archet. C’est comme si l’on tombait alors dans un abîme sans fin (“Tell Me Lies”).

Cet album est magnétique. Avec Orioxy, on va de surprise en surprise sans jamais s’en rendre compte. On ne sait jamais où l’on pose le pied quand, tout à coup, la musique se dérobe, se cache… et se révèle à nouveau. Ce quartette est décidément malin, presque machiavélique. Et “Tales” porte vraiment bien son nom.

Ecoutez-le. Mais, méfiez-vous, l’accoutumance vous guette.


MONSIEUR DELIRE (CANADA) – November 1st 2010
blog.monsieurdelire.com

Superbe quatuor suisse à l’instrumentation originale et à l’approche très séduisante. Chant féminin, harpe, contrebasse et batterie. L’alliage de deux voix féminines et de la harpe suscitent des comparaisons favorables au duo Tara Fuki. De très belles chansons aux accents jazz mais aux racines folk, avec des tournures très actuelles (exemple : la finale de “Lost Feet”). Je suis séduit à la première écoute. Chaudement recommandé.

A superb Swiss quartet with an original instrumentation and a seductive approach. Female vocals, harp, doublebass, and drums. The blend of two female voices and harp brings up favourable comparisons to Tara Fuki. Very nice songs with jazz accents and folk roots, and some very modern twists (like “Lost Feet”). I am won over after one listen. Highly recommended.


MOZAÏC JAZZ (FR) – Olivier Acosta, October 20th 2010
www.mozaic-jazz.com

C’est un univers fascinant à l’ambiance singulière que nous propose cette jeune formation Hélvète.

Les six histoires qui nous sont contées dans cet album dégagent quelque chose de particulier, un climat qui les rend proches du songe. La prise de son, effectuée au plus près des instruments, met en valeur les lignes épurées et envoûtantes développées par les quatre membres du quartet.

La voix chaude et joliment timbrée de Yael Miller est exploitée sur plusieurs registres. Tous les titres n’étant pas pourvus de paroles, elle sait, au-delà de l’interprétation d’un texte, exprimer sa musicalité en chantant des notes, ou participer à l’effort rythmique en plaçant avec sobriété des notes pour doubler la ligne de Contrebasse, la soutenir avant de s’envoler sur un très beau thème (« Zaïna », avec le soutient vocal de Julie Campiche). Les textes qu’elle interprète, écrits en Hébreu ou en Anglais, sont mis en forme avec beaucoup d’originalité et servis par un phrasé subtil, révélant une science du placement maîtrisée. Le spectre des émotions qui habitent son chant est large: voix fragile d’une petite danseuse de porcelaine aux yeux humides dans la petite boîte à musique de « Silent Memory », folie rageuse sur « Last Feet » ou lente montée en puissance sur le magnifique « Tell me lies ».

L’utilisation d’une Harpe reste assez anecdotique en Jazz. Isabelle Olivier nous avait enchanté avec, entre autres, son « Quintet Océan ». Julie Campiche amène ici sa propre approche de l’instrument, en combinant astucieusement les possibilités d’accompagnement et d’expression de divers instruments à cordes (Piano, Guitare, Kora…), avec une sonorité céleste et une économie de moyens qui ne fait que mettre en lumière la créativité dont elle fait preuve. Ses soli sont dénués de toute esbroufe et s’inscrivent discrètement dans la logique rythmique et harmonique des morceaux. La Harpe colore en outre le son d’ensemble du Quartet de teintes pastel qui contribuent à créer une ambiance unique. La discrétion et l’intelligence dont elle fait preuve trouvent un écho dans le jeu épuré et magnifique d’une section rythmique de haute tenue. Manu Hagmann et Nelson Schaer accompagnent avec souplesse la Chanteuse et la Harpiste. Les lignes de contrebasse sont profondes et chaloupées, toujours d’une pureté essentielle. On notera également la très belle sonorité de Manu Hagmann, en pizzicato comme à l’archet (superbe travail sur l’intro de « Tell me lies »). Nelson Schaer assure, par son drumming minimaliste, un soutient pulsatif toujours suffisant, jamais débordant, et empreint d’une grande sensibilité. Les quatre musiciens, par un travail sur la profondeur du son et du propos, donnent à leur premier album un charme indéniable. Leurs « Tales » sont à découvrir d’urgence, car la beauté et la fraîcheur qui en émanent font de cet album inattendu une très belle surprise.


SUN SHIP (FR) – Franpi Barriaux, October 14th 2010
www.franpisunship.com

Orioxy – Tales Par Le bonheur de chroniquer des disques ici et ailleurs, c’est de trouver parfois dans sa boîte aux lettres des disques “surprises”, non sollicités, et qui se plaisent à perdurer un peu sur la platine et de nous faire découvrir de jeunes musiciens talentueux, d’ici ou d’ailleurs.

J’ai reçu il y a quelques semaines le disque d’un quartet Israëlo-suisse, Orioxy et leur joli album intitulé “Tales”. Orioxy, c’est avant tout le groupe de la chanteuse israélienne basée à Genève, Yael Miller et d’une harpiste suisse, Julie Campiche, auxquelles se joignent une base rythmique solide autant que discrète, le contrebassiste Manu Hagmann et le batteur Nelson Schaer. “Tales” est un joli disque plein d’atmosphère, jouant sur les codes du conte, et de ce fait empreint de mystère et de quelques ténèbres derrière le voile pastel de la voix de Miller (“Zaina”, notamment, ou encore le morceau “Lost Feet”, qui ouvre l’album et qui peut parfois nous faire penser à Mina Agossi…). Lost Feet est d’ailleurs le morceau le plus accrocheur de l’album, la douce mélodie susurrée en hébreux se carambolant avec des cris qui emmènent le groupe dans un tout autre univers…

On perçoit dans la musique de la chanteuse et de la harpiste qui signent toutes les deux les six morceaux de l’album, plusieurs influences, de la pop sucrée et décalée à des volutes de jazz comme des bulles de savon. On pense à Björk, parfois, bien sur, et notamment à l’album Vespertine et à sa collaboration avec la harpiste New- Yorkaise Zeena Parkins, notamment dans le morceau “Silent Memory” qui joue un décalage onirique avec la fragilité mélodique d’une cristalline boîte à musique, soutenu par la basse ronde et franche de Hagmann.Mais à la différence de Parkins, Campiche cherche plus l’immédiateté que sa glorieuse aînée New-yorkaise, travaille la frappe des cordes pour y chercher le rythme plus que d’utiliser les ressources émotionnelles de son instrument, cherche l’incarnation et la carnation plutôt que l’abstraction, sans pour autant que son jeu soit plaquée ou stéréotypé. C’est le jeu de masque quasi permanent avec le contrebassiste dans un morceau comme “The Child” qui aide à trouver cette consistance, l’imposant registre de la harpe permettant de se faire stentor insistant ou jouet aigrelet.

La Harpe donne une vraie consistance et une vraie dimension à un projet tout empreint de chimères, parfois angoissante comme la solitude, parfois chaleureuse comme l’enfance dans laquelle le groupe a manifestement et durablement trouvé refuge. Orioxy est un premier album prometteur, avec de jeunes musiciens qu’il convient de suivre à la trace, surtout s’ils imposent durablement et avec autant de volonté une atmosphère tout à fait réjouissante et décalée.